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Die Reinlichkeits-Erziehung ist ein wichtiges Thema für Eltern und ihre Neugeborenen. Welche Windel ist die Richtige? Wie oft soll ich die Windel wechseln, damit sich mein Kind wohlfühlt? Es wird älter, man setzt das Kleine auf den Topf und hofft, dass es hier sein großes Geschäft hineinmacht. Man arbeitet daraufhin, dass es spätestens mit Eintritt in den Kindergarten keine Windel mehr nötig hat.
Das Eintrittsalter für den Kindergarten oder die Kita ist 3 Jahre und in der Regel schaffen es die Kinder bis dahin, ihre Ausscheidungen kontrollieren zu können. Hin- und wieder kann es mal passieren, dass man mal einnässt aber meist sind es nur Ausnahmen. Hin- und wieder trifft es Jungs im Grundschulalter, dass sie auf einmal Nachts wieder einnässen. Der Junge ist dann meist beschämt und die Eltern wütend bis ratlos. Denken sie doch, ihr Sohn würde dies mutwillig tun.
Schließlich ist er ja schon seit Jahren „sauber“. Wer aber der Angelegenheit mit Sensibilität und Umsicht nachgeht, wird meist feststellen, dass es einen psychischen Auslöser für eine derartige Störung gibt. Es kommt vor, dass der Junge Probleme in der Schule hat. Mitschüler ärgern ihn oder ein Lehrer hat ihn schlecht behandelt. Er hat u.U. das Gefühl, ausgegrenzt zu werden oder die Ursache liegt im heimischen Umfeld. Ein böser Streit der Eltern hat das Kind so verunsichert, dass es nachts einnässt. Wird der Auslöser identifiziert und kann man das Problem beheben, hört das Einnässen auch sofort wieder auf. Ganz anders ist es bei Kindern, die im Alter von 6 bis 10 Jahren zwar tagsüber ihre Ausscheidungen kontrollieren können, aber nicht während des Schlafs.
Man muss davon ausgehen, das fast 10 Prozent der 7-Jährigen nachts noch Probleme haben, ihren Urin zu kontrollieren. Für die Eltern, die sich so große Mühe in der Reinlichkeits-Erziehung gemacht haben, ist es eine große Belastung, das mit zu erleben. Sie schwanken zwischen Wut auf sich oder auf das Schicksal, das ihnen offenbar einen Bettnässer beschert hat oder sie suchen sich konsequent Hilfe bei anderen Betroffenen oder beim Haus- oder Kinderarzt. Hier weiß man nämlich Rat. Zum Beispiel können Klingelhosen helfen, die Kinder des Nachts darauf zu trainieren, schon beim ersten Tropfen Urin, der sich in den Schlüpfer verirrt, aufzustehen und die Toilette aufzusuchen. Wenn kein pathologischer Schaden am Schließmuskel vorliegt, ist dieses Wecktraining per Klingelhose eine gute Methode dem nächtlichen Einnässen ein Ende zu bereiten.
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