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Das Konzept lebenslangen Lernens ist noch lange nicht etabliert |
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Wer eine Festanstellung hat, muss heute mit veränderten Bedingungen rechnen. Vor wenigen Jahrzehnten war die Arbeitswelt noch vollkommen anders: Man machte eine Ausbildung und dann ging es los. Mancher Arbeitnehmer verbrachte das gesamte Arbeitsleben bei ein und demselben Arbeitgeber. Fortbildungsangebote wurde durch Arbeitgeber finanziert und wer trotzdem zwischendurch arbeitslos wurde, konnte sich auf die Arbeitsagenturen verlassen und bekam notwendige Bildungsmassnahmen finanziert. Was die Generation 50plus noch kennt, ist heute allerdings längst Schnee von gestern. Die berufliche Bildung in jungen Jahren ist nach wie vor ähnlich der früheren beruflichen Bildung organisiert. So wie Menschen der Generation 50plus macht man heute eine Berufsausbildung oder nimmt ein Studium auf. Im Laufe des weiteren Berufslebens stellen sich jedoch ständig wechselnde Anforderungen. Immer wieder zwingen technologische Veränderungen und permanente Veränderungen in den Unternehmen die Arbeitnehmer, sich neu zu orientieren und neues hinzu zu lernen. Die berufliche Bildung in späteren Jahren wird allerdings heute oft weder vom Arbeitgeber noch vom Staat getragen. Was für junge Menschen sozusagen normal ist, ist für Menschen der Generation 50plus oft nur schwer nachvollziehbar. Dementsprechend lässt sich in Statistiken erkennen, dass gerade Arbeitnehmer der Generation 50plus kaum private Bildungsmassnahmen in Angriff nehmen. Aber auch die jüngere Generation investiert nicht viel in die private berufliche Bildung. Nur ein kleiner Prozentsatz der Arbeitnehmer hat bisher selbst Geld ausgegeben, um etwas für das Berufsleben zu lernen. Dabei ist Bildung wichtig, um einen Arbeitsplatz zu erhalten und im Fall der Fälle einen neuen Arbeitsplatz zu bekommen. Die eigenen Initiative ist heute mehr gefragt, als jemals zuvor; das ist aber in den Köpfen noch nicht angekommen und es macht nur einen geringen Unterschied, ob man nun von der Generation 50plus spricht oder von jüngeren Generation. Das Konzept des lebenslangen Lernens ist nach wie vor eine grosse Herausforderung und hat sich noch lange nicht etablieren können. Wer schlau ist, weiss schon in jungen Jahren: Bildung ist wichtig und wer mit 50 noch eine Seniorenuniversität besuchen will oder andere Bildungsmassnahmen in Anspruch nehmen will, sollte nicht unbedingt auf den Staat oder Arbeitgeber hoffen. Mit etwas Eigeninitiative kommt man eher voran und sichert seinen Platz in der Arbeitswelt. Geschrieben von Andrea Delp ( adelp [at] amaveo.de ) |
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