Depotoptimierung

 
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Interessantes über Möglichkeiten und Wege der Depotoptimierung.

Neben einer ausgewogenen Gewichtung einzelner Anlageklassen und -formen ist es für die Entwicklung des eigenen Vermögens besonders wichtig, nicht zu oft zu handeln. Zu häufiges Umschichten der Positionen innerhalb eines Depots bewirkt meist das Gegenteil von dem, was es bewirken soll. Die bei jeder Transaktion anfallenden Kauf- und Verkaufsgebühren schmälern die erzielte Rendite in doppelter Hinsicht. Zum einen hat der Anleger nach dem Verkauf eines Wertpapieres um die Verkaufsgebühren niedrigere liquide Mittel im Depot, als wenn er nicht verkauft hätte, und zum anderen muss er ja für den Erwerb neuer Wertpapiere oder Fonds ebenfalls Gebühren zahlen. Daher sollten vor allem langfristige Depots nicht zu oft umgeschichtet werden, um maximal vom Zinseszinseffekt der darin befindlichen Positionen zu profitieren. Viel wichtiger ist die regelmäßige – zum Beispiel quartalsweise oder jährliche – Neugewichtung des Depots. Da sich die in einem Depot befindlichen Werte meist relativ unterschiedlich entwickeln, kann es sein, dass nach einiger Zeit eine bestimmte Anlageklasse oder Anlageform aufgrund überdurchschnittlich hohen Wertzuwachses übergewichtet ist. Im Rahmen der Neugewichtung werden dann Anteile von Anlageformen mit zu hoher Gewichtung verkauft und solche mit zu niedriger Gewichtung zugekauft. Dieses Vorgehen bewirkt eine Umschichtung realisierter Gewinne innerhalb des Depots. Genauso sollte mit Dividendenzahlungen oder Ausschüttungen von nicht thesaurierenden Fonds verfahren werden, denn jeder Euro, der nicht investiert ist, schmälert die langfristig erzielbare Rendite im Depot. Bei Fonds geschieht das Reinvestieren von Gewinnen und Dividenden automatisch, wenn es sich um thesaurierende Fonds handelt. Ein weiterer Punkt ist die Nutzung von Sparplänen. Durch das regelmäßige Einzahlen in verschiedene Fonds oder Zertifikate kann zum einen besonders bei volatilen Werten und Anlageformen eine wesentlich gleichmäßigere Wertentwicklung erreicht werden und zum anderen wird der Anleger finanziell nicht so sehr belastet, wie mit einer Einmalzahlung. Auch die eigentlich verfolgte Anlagestrategie sollte im Zuge der Depotoptimierung in regelmäßigen Abständen auf ihre Zweckdienlichkeit überprüft werden. Sich ändernde finanzielle und persönliche Lebensumstände können auch hier Anpassungen erforderlich machen. Wer all diese Punkte berücksichtigt, muss sich nur noch um die Auswahl geeigneter Einzelwerte für sein Depot Gedanken machen.



Geschrieben von Daniel Franke ( info [at] franke-media.net )
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