Viele junge Menschen möchten gerne eine Zeit im Ausland verbringen, bevor sie studieren oder arbeiten. Die Erfahrungen, die man dort macht, bringen einen beruflich weiter und erweitern den persönlichen Horizont. Statt eines Praktikums im Ausland entscheiden sich viele für ein Jahr als Au Pair. In einer Gastfamilie leben, ein fremdes Land kennen lernen, dabei Sprachkenntnisse vertiefen und ein sehr hohes Maß an Verantwortung für sich und andere übernehmen, das sind die Hauptanforderungen an ein Au Pair.
Ein wichtiger Teil der Vorbereitung auf diese Zeit ist der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung. Dabei ist allerdings zu beachten, dass man nicht einen Tarif für eine Urlaubsreise abschließt, sondern eine Versicherung wählt, die auf die Risiken und Anforderungen eines Au Pair-Aufenthalts abgestimmt ist. Das heißt, sie schließt neben den normalen Leistungen einer Reiseversicherung auch solche ein, die für Au Pairs relevant sind. Darunter fallen Fragen wie die Gültigkeit des Vertrags bei einem Wechsel der Gastfamilie oder komplettem Abbruch des Au Pair-Aufenthalts.
Die Aupair-Versicherung sollte neben den gewöhnlichen Leistungen wie Arztbesuche, medizinische Behandlung und Rücktransportgarantie auch eine Unfall- und Gepäckversicherung beinhalten. Viele Au Pairs nehmen ihr Handy oder Laptop mit, um auch im Ausland mit der Familie und Freunden in Verbindung bleiben zu können. Solche Wertgegenstände werden von der Gepäckversicherung ersetzt, wenn sie sich zum Zeitpunkt der Beschädigung oder des Gepäckverlusts in diesem befanden. Dadurch, dass das Au Pair in der Gastfamilie lebt, schließt die Aupair-Versicherung auch Mitsachschäden ein. Was von der Versicherung ausgeschlossen ist, sind Behandlungen, die vorhersehbar waren oder überhaupt ein Beweggrund für die Reise waren, zum Beispiel kosmetische Operationen, die nicht durch einen Unfall während der Versicherungszeit nötig wurden. Auch eine Schwangerschaft ist nur dann versichert, wenn sie nicht vor Abschluss der Versicherung begann. Um ganz sicher sagen zu können, was nun versichert ist und was nicht, sollte man sich unbedingt die Versicherungsbedingungen des jeweiligen Tarifs gut durchlesen und sich an den Versicherer wenden, wenn etwas nicht klar ist. So verhindert man Missverständnisse.
Praktikum
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Geschrieben von Brigitte Haas ( team [at] expertensicher.de )
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