Die Entwicklung des Schuhs.

 
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Die Geschichte des Schuhs ist über 40.000 Jahre alt
Die heutige Schuhmode hat für jeden etwas zu bieten, sein es klassische Herrenschuhe, Sneaker oder aufregende Pumps und verführerische Peeptoes. Wer heute ein Schuhgeschäft betritt, findet eine unglaubliche Vielfalt an unterschiedlichen Modellen, so dass sich für jeden Geschmack etwas finden lässt.

Bis hierher war es ein weiter Weg. Die ersten Schuhe entstanden vor ca. 40.000 Jahren. Dabei entwickelten sich bereits in den unterschiedlichen Klimazonen unterschiedliche Modelle: Während in den kühleren Gegenden sich die Menschen vor allem Tierfelle um die Füße banden und Vorläufer von Mokassins und Stiefeln schufen, banden sich die Menschen in wärmeren Gebieten vor allem Palmenblätter als Schutz unter die Füße – so entstand eine Urform der Sandalette. Dennoch blieb das Tragen von Schuhen bis ins Mittelalter keine Selbstverständlichkeit. Gerade ärmere Bevölkerungsschichten trugen selten Schuhe und wenn, dann waren sie häufig von schlechter Qualität.

Allerdings setzten sich einfache Schuhe in der Antike in den meisten Gesellschaftsschichten durch, wobei durchaus große regionale Unterschiede festzustellen waren. Man denke nur an die typischen Sandaletten der Römer. Im Mittelalter setzte sich vor allem in den Städten Nord- und Mitteleuropas Wendeschuhe durch. Das waren Schuhe, die auf links genäht wurden und dann zum tragen gewendet wurden. Bei diesen wurden dann modische Einflüsse sichtbar: So gab es unterschiedliche Schaftlängen und unterschiedliche Verschlussarten. Neben Knöpfen, dominierten Schnürungen und Riemen zum Schließen der Schuhe.

Im Hochmittelalter traten dann die Schnabelschuhe in der höfischen Gesellschaft ihren Siegeszug an, wobei die Länge des Schnabels Auskunft über den Stand des Besitzers gab. Bauern und arme Menschen mussten sich dagegen mit einfachen Holzschuhen begnügen oder Bundschuhen, die meist aus nicht viel mehr als aus einem derben Stück leder bestanden, welches um den Fuß gewickelt wurde. Mit der Zeit entwickelten sich dann die ersten Schuhe mit Absätzen. Deren Vorstufe, die Trippen, wurden ursprünglich unter die Schuhe geschnallt, damit die Schuhe auf den Straßen der Städte nicht beschmutzt wurden. Im 17. Jahrhundert setzten sich dann Absätze in ganz Europa durch.

Im 19. Jahrhundert entstand dann eine Vielzahl unterschiedlicher Schuhmodelle. Im Zeitalter der Industrialisierung wurden Schuhe dann zu einem günstigen Massenprodukt. Da die Produktion seit Mitte des 20 Jahrhunderts immer billiger wurde, lösten sich bald darauf unterschiedliche Schuhtrends im Wechsel der Frühjahr-/Sommersaison und Herbst-/Wintersaison ab.

Geschrieben von Diana Onner ( d.onner [at] web.de )
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