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Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, die aus Titan oder Keramik bestehen. Sie werden direkt in den Kieferknochen eingepflanzt und verwachsen nach einigen Monaten fest mit diesem (Osseointegration). Ab diesem Zeitpunkt können sie wie normale Zähne voll belastet werden. Auch die Haltbarkeit von Implantaten ist überzeugen.
Laut statistischen Untersuchungen sind 90% der Implantate auch nach 20 Jahren noch vollständig intakt.
Gerade um diese lange Haltbarkeit zu erreichen, ist im Vorfeld eine sehr genaue Planung des Implantats wichtig. Dazu wird ein so genanntes Panorama-Rö-Bild oder auch eine dreidimensionale Lagebestimmung der Knochenverhältnisse mittels einem digitalen Volumentomographen angefertigt. Auf Grundlage dieser Aufnahmen kann das weitere Vorgehen geplant und besprochen werden. In günstigen Fällen kann sogar eine Sofortimplantation direkt nach der Zahnentfernung stattfinden. Implantate eigenen sich hervorragend zum Ersatz von Einzelzähnen. Eine Brücke oder herausnehmbarer Zahnersatz kann mittels Implantaten vermieden werden. Auch an Stelle einer herausnehmbaren Voll- oder Teilprothese kann mit Implantaten ein festsitzender Zahnersatz angefertigt werden. Auch Schneidezähne in der Front können mit Implantaten ersetzt werden. Häufig wird z.B. auch eine herausnehmbare Unterkieferprothese mit 2-4 Implantaten sehr gut befestigt.
Dank neuster Technik im Bereich der Implantate können heute auch bei nur geringer Knochensubstanz und ungünstiger Lage des Nerven oder Implantate eingesetzt werden. Mit Hilfe einer Sinuslift-Operation kann beispielsweise im Oberkiefer künstlicher Knochen in die Kieferhöhle eingebracht und so die Grundlage für Implantate geschaffen werden. Auch bei einem zu schmalen Kieferkamm gibt es Wege, die Knochenverhältnisse für die notwendigen Bedingungen anzupassen. Ein zu schmaler Unterkiefer kann durch die Bonesplit-Technik in Verbindung mit Knochenersatzmaterial mit Implantaten versehen werden.
Diese Methoden werden von erfahrenen Kieferchirurgen nahezu täglich durchgeführt und können fast schon als Routine angesehen werden. Dadurch kann heutzutage sehr vielen Implantatpatienten geholfen werden. Ein hohes Risiko besteht bei Patienten mit starker Diabetes, Osteoporose oder einer Infektionskrankheit. Ob in diesen Fällen Implantate gesetzt werden können muss in einem direkten Gespräch sorgfältig geprüft werden.
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Geschrieben von Günther Maldoff ( webmaster [at] drmaldoff.com )
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