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Seit Anfang 2007 gibt es ein neues Werkzeug, das in Mobile Marketing Kampagnen eingesetzt werden könnte – die s.g. mobile Objekterkennung. Hierbei handelt es sich um ein spezielles Verfahren, das es erstmals möglich macht, Bilder und Objekte über das Mobiltelefon miteinander vergleichen zu können. Hierzu werden Bilder von einem definierten Objekt in einer Spezial-Datenbank abgelegt und die charakteristischen Merkmale über einzelne Punkte markiert. Nun ist es der Software möglich, diese Merkmale miteinander zu vergleichen und bei einem bestimmten Grad an Übereinstimmung, das entsprechende Objekt eindeutig zu identifizieren.
Die Einsatzmöglichkeiten für diese neue Technologie sind im Zuge des Mobile Marketing sehr vielfältig. So könnten zum Beispiel Anzeigen in Zeitschriften, Plakate oder reale Objekte interaktiv geschalten werden. Der User fotografiert einfach die Anzeige oder das Objekt seiner Wahl mit der integrierten Kamera seines Mobilfunktelefons ab und sendet das Bild als MMS an eine fünfstellige Kurzwahlnummer. Das System erkennt in der Folge die Anzeige an Hand ihrer charakteristischen Merkmale wieder und führt eine vorab definierte Aktion aus. So kann dem User bzw. potentiellen Kunden beispielsweise eine SMS mit einem WAP-Link oder ein 2D-Code für Mobile Couponing zurück gesendet werden.
Die Software ist ebenfall in der Lage, biometrische Daten von Gesichtern zu vergleichen, ähnlich wie dies bei Sicherheitsanwendungen z.B. an Flughäfen getan wird. Auch hier sind die Anwendungsmöglichkeiten sehr vielfältig. Möglich wäre beispielsweise ein s.g. „Look-a-like Contest“, bei dem sich der User mit einer anderen, z.B. prominenten oder historischen Person vergleichen kann und das System eine prozentuale Übereinstimmung zurückliefert. Die Technologie könnte auch für ein Mobile Ticketing System Anwendung finden, in dem ein Foto des Kunden hinterlegt wird und dieser über den biometrischen Vergleich Zugang zu einer bestimmten Veranstaltung erhält.
Derzeit existieren einige Testanwendungen, die prüfen sollen, wie die Kunden diese neue Technologie annehmen. Sollte das Feedback entsprechend positiv ausfallen, ist es durchaus denkbar, dass diese Anwendung in nächster Zeit häufiger in Mobile Marketing Kampagnen anzutreffen sein wird.
Geschrieben von Oliver Volz ( volz [at] newego.de )
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