Aufgrund der kontinuierlich steigenden Beitragssätze der gesetzlichen Krankenkassen ist festzustellen, dass immer mehr Leute in die private Krankenversicherung (PKV) wechseln. Denn die Anbieter privater Krankenversicherungen berechnen die Höhe ihrer Versicherungsprämien (Versicherungsbeitrag) ganz anders. Bei der PKV gibt es keinen Beitragssatz und somit nimmt die Einkommenshöhe auf die Höhe der Versicherungsprämie keinen Einfluss. Stattdessen kommt es auf ganz andere Faktoren an. Bei diesen Faktoren handelt es sich um den Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers sowie um dessen Alter, Geschlecht und den gewünschten Versicherungsschutz. Anhand dieser Faktoren wird eine ganz individuelle Versicherungsprämie errechnet.
Vor allem für Spitzenverdiener ist die private Krankenversicherung sehr interessant. Denn aufgrund dieser Form der Prämienberechnung kommen sie bei der privaten Krankenversicherung deutlich günstiger davon, als bei einer gesetzlichen Krankenkasse der Fall wäre. Insbesondere für Selbständige und Freiberufler macht sich diese Form der Prämienberechnung bezahlt. Denn anders als Arbeitnehmer sparen sie gleich doppelt: bei der gesetzlichen Krankenversicherung erhalten sie nämlich keinen Zuschuss und müssten beide Versicherungsanteile selbst bezahlen – und somit ist die private Krankenversicherung einfach günstiger.
Aber auch Arbeitnehmer wechseln gern in die private Krankenversicherung. Wie eingehend schon beschrieben wurde, lohnt sich solch der Wechsel vor allem für Spitzenverdiener. Je nach Versicherungsgesellschaft können sie sehr viel Geld sparen und somit ihre Versicherungsausgaben deutlich mindern – und gleichzeitig erhöhen sie natürlich auch ihr Nettoeinkommen.
Allerdings muss an dieser Stelle auch gesagt werden, dass ein Wechsel von der gesetzlichen Krankenversicherung in die PKV für Arbeitnehmer nur dann möglich ist, wenn sie die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen. So muss ein Arbeitnehmer den Status eines Nichtversicherungspflichtigen haben, um wechseln zu können. Und diesen Status erlangt er nur, wenn er mit seinem jährlichen Bruttoeinkommen über der so genannten Pflichtversicherungsgrenze liegt – und diese beläuft sich derzeit (Stand 2007) auf 47.700 Euro.
Des Weiteren müssen die potentiellen Wechsler über einen entsprechenden Gesundheitszustand verfügen. Aus diesem Grund muss vor der Aufnahme in die PKV auf jeden Fall ein Arztbesuch erfolgen, bei welchem ein ausführlicher Gesundheitscheck vorgenommen wird. Anschließend entscheidet der Versicherer ob eine Aufnahme möglich ist.
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Geschrieben von Heinz Wiedow ( info [at] artikel-base.de )
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