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Vom Tellerwäsche zum Millionär – das ist es, was man üblicherweise unter dem amerikanischen Traum versteht. Dieser Traum trieb und treibt Millionen von Amerikanern an, und er veranlasste immer wieder unzählige Menschen in aller Welt, ihre Heimat zu verlassen und ihr Glück in der Neuen Welt zu suchen, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, den Vereinigten Staaten von Amerika.
Unbestritten ist, dass das Wirtschaftssystem dort gegenüber unserem viele Nachteile bietet, der tägliche Kampf um den Lebensunterhalt ist ungleich härter. Es gibt keinen Kündigungsschutz und viel weniger soziale Absicherung als hierzulande. Aber es gibt eben auch diesen Traum – und ungezählte Erfolgsgeschichten, die immer wieder aufs Neue beweisen, dass es möglich ist. Ja, man kann als Tellerwäscher anfangen und als Millionär enden. Dabei muss es gar nicht immer das Spülen von Geschirr sein – dieser Traum existiert in verschiedenen Varianten. In früheren Zeiten hieß es oft „vom Schuhputzer zum Millionär“. Eine andere Version lautet „vom Zeitungsjungen zum Millionär“. Dabei ging es natürlich niemals darum, möglichst viele Schuhe zu putzen oder Zeitungen auszutragen, bis man sich von dem Erlös zur Ruhe setzen konnte. Gemeint ist nur, dass jedem – egal wie er anfängt – alle Wege offen stehen.
Ein berühmtes Beispiel ist Walt Disney – der als Jugendlicher mitten in der Nacht aufstehen musste, um vor der Schule Zeitungen auszutragen. Später scheiterte er mit seiner eigenen Werbeagentur, wurde dann aber als Filmproduzent zu einem der reichsten Männer der Welt. Aber wer sagt eigentlich, dass es nicht doch mit Schuhen geht – und das nicht nur in Amerika, sondern sogar hier, im Alten Europa, und auch noch in unserer Zeit? Mit dem Putzen von Schuhen allein hat es wohl hier wie dort noch niemand geschafft, aber mit einem ausgefeilten Schuhservice im Ganzen schon. Das Geheimnis, wie überall im Geschäftsleben, ist natürlich, nicht alles alleine machen zu wollen. Und so sind in Deutschland, aber auch in Österreich in den letzten Jahrzehnten immer mehr winzige Geschäfte an belebten Orten entstanden, in denen man seine Schuhe auf die Schnelle günstig reparieren lassen kann. Und wenn man schon einmal da ist, kann man natürlich auch Schnürsenkel kaufen - oder auch einen Schlüssel nachmachen lassen.
Auf jeden Fall aber sollte man die Gelegenheit nutzen, sich auf diesen wenigen Quadratmetern umzusehen und einmal gründlich nachzudenken. Denn man wird dort daran erinnert, dass das Geld immer noch auf der Straße liegt – direkt unter den eigenen Schuhen.
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