Gewinner und Verlierer der Abgeltungsste

 
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Über die Abgeltungssteuer und ihre Auswirkungen für Anleger
Die geplante Abgeltungssteuer ist noch nicht einmal in allen Details beschlossen, da stehen die Verlierer schon fest: Investmentsparer, die bislang für ihre Ausdauer bei der Geldanlage mit steuerfreien Gewinnen außerhalb der Spekulationsfrist rechnen konnten, werden genauso zur Kasse gebeten, wie Sparer, die fürs Alter vorsorgen wollen. Sicher ist, dass mit der Einführung der Abgeltungssteuer die Spekulationsfrist wegfallen wird. Künftig werden also alle Gewinne, die aus dem Verkauf von Wertpapieren resultieren mit dem geplanten Steuersatz in Höhe von 25 Prozent zzgl. Solidaritätszuschlag besteuert, welcher direkt von den Banken einbehalten und ans Finanzamt abgeführt wird. Auch das derzeit gültige Halbeinkünfteverfahren, nach dem Dividendengewinne nur zur Hälfte der Besteuerung mit dem persönlichen Steuersatz unterliegen, fällt dann weg. Aktien und Fonds - gleich ob offene oder geschlossene Beteiligungen und Fonds - zählen also ganz eindeutig zu den Verlierern der neuen Besteuerung. Lediglich bei Immobilienfonds bleibt alles beim Alten, da hier nach wie vor Veräußerungsgewinne, die nach einer Haltedauer von mindestens zehn Jahren erzielt wurden, steuerfrei sind. In die Hände spielen tut die Abgeltungssteuer hingegen den Versicherungen. Während im Prinzip alle Gewinne aus Wertpapiergeschäften pauschal versteuert werden, ist dies für Policen wie zum Beispiel Lebensversicherungen nicht vorgesehen. Somit bietet sich den Vertretern der Versicherungswirtschaft ein schlagkräftiges Argument, um Produkte wie die fondsgebundene Rentenversicherung quasi als Schutz gegen den Zugriff des Staates auf das Vermögen des Anlegers durch die Abgeltungssteuer anzupreisen. Wer hingegen auf Fonds und andere Wertpapiere zum Aufbau seiner persönlichen Altersvorsorge setzt, und dabei aktives Vermögensmanagement betreibt, wird besonders belastet, denn die Rendite eines Portfolios wird umso mehr angegriffen, je häufiger Werte bewegt und gehandelt werden. Wird die Abgeltungssteuer also wie geplant eingeführt, wird sie weitreichende Änderungen auf das Anlageverhalten haben, da sie die derzeit attraktivste Form des Vermögensaufbaus besonders belastet. Indirekt betrifft dies aber trotz nicht geplanter Besteuerung von Policen diesen Anlagebereich dennoch. Fondsbasierte Riester-Produkte werden mit Einführung der Abgeltungssteuer aller Voraussicht nach nämlich ebenfalls mit Einbußen bei der erzielbaren Rendite zu kämpfen haben. Alles in allem schadet die geplante Steuer mehr als sie nutzt und schädigt die ohnehin schon schwach ausgeprägte Aktienkultur in Deutschland nachhaltig.

Geschrieben von Daniel Franke ( info [at] franke-media.net )
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